DIC Deutsche Immobilien Chancen - Investor und Projektentwicklung auf dem deutschen Markt für Gewerbeimmobilien

Die drei Geschäftsfelder Portfolio- und Assetmanagement, Projektentwicklung und Opportunistische Investments sind die Basis für eine stabile und chancenorientierte Unternehmensentwicklung.


Pressemitteilung

DIC startet Umbau für neue Frankfurter Stadtbibliothek

Frankfurt, 29.08.2006

Der Frankfurter Immobilienmanager DIC – Deutsche Immobilien Chancen hat jetzt die umfangreichen Umbauarbeiten am künftigen Standort der zentralen Stadtbücherei Frankfurt gestartet, die ab Mitte 2007 den ehemaligen Hauptsitz der Frankfurter Sparkasse an der Ecke von Hasengasse und Töngesgasse beziehen wird. Das rd. 10.000 m² umfassende Gebäude aus dem Jahr 1956 war Ende 2004 zusammen mit Morgan Stanley Real Estate Funds (MSREF) als Teil eines 57 Objekte umfassenden Portfolios von der Frankfurter Sparkasse erworben worden. Bereits Ende 2005 konnte die Stadt Frankfurt als künftiger langfristiger Nutzer für das Gebäude gewonnen werden. Die Baumaßnahmen werden voraussichtlich zum Ende des ersten Halbjahres 2007 abgeschlossen sein.

Als symbolisches Zeichen für den Beginn des Umbaus ließ Ulrich Höller, Vorstandschef der DIC, in einem kleinen Festakt den Tugendbrunnen vor dem Gebäude verhüllen, damit er während der Baumaßnahmen sicher aufbewahrt werden kann, um ihn vor Beschädigungen zu schützen und kurz vor Abschluss der Baumaßnahmen an exponierter Stelle wieder aufzustellen. Der Rokkokobrunnen aus dem Jahr 1768 mahnt mit seiner barocken Frauenstatue zur Einhaltung der Tugenden. Vorstandschef Ulrich Höller: „Wir freuen uns, dass die DIC hier an einer städtebaulich wichtigen Stelle an der attraktiven Neugestaltung der Innenstadt mitwirken kann. Unser Ziel ist es, funktionale und ökonomisch sinnvolle Nutzungsmöglichkeiten des Gebäudes mit formschöner Ästhetik zu verbinden sowie die nahtlose Integration des Komplexes in seine Umgebung zu schaffen. Das Ergebnis soll den Menschen, die hier leben und die Bibiliothek nutzen, auch gefallen.“

Die DIC nimmt zahlreiche Umbauten und eine Neugestaltung des Objektes vor, um die Räumlichkeiten auf die Anforderungen eines modernen Bibliotheksbetriebs auszurichten. Mit der Durchführung der Baumaßnahmen ist die Bilfinger Berger AG als Generalunternehmer beauftragt. Die Gestaltung hat das renommierte Frankfurter Architekturbüro „KSP Engel und Zimmermann“ übernommen. Mit einer Revitalisierung und Aktivierung der Außengestaltung leistet das Gebäude in unmittelbarer Nähe der Kleinmarkthalle einen weiteren wichtigen Beitrag zur Aufwertung des Areals zwischen Zeil und Altstadt. Neben der Stadtbibliothek werden auch das Frauenreferat und das Referat für Beteiligungen der Stadt Frankfurt bis Ende 2007 einziehen. Das Gesamtinvestitionsvolumen der Projektentwicklung beträgt rund 25 Mio. Euro.

Im Zuge des Wiederaufbaus der Frankfurter Altstadt nach dem zweiten Weltkrieg war 1956 das Gebäude für die Zentrale der Frankfurter Sparkasse errichtet und bis 2005 als Geschäftsstelle betrieben worden. Der Gebäudekomplex besteht aus einem siebengeschossigen Hauptbau an der Hasengasse und dem viergeschossigen Ostflügel. Fast das gesamte Erdgeschoß des Hauptbaus nimmt die zum Teil zweigeschossige ehemalige Kassenhalle ein, deren Grundstruktur für eine Bibliothek prädestiniert ist.

Die Baumaßnahmen:
Die Neugestaltung der Anlage umfasst zwei zentrale Baumaßnahmen: Die erste besteht darin, im Innengebäude Bibliotheksflächen zu erschließen und einen so genannten skulptural ausgebildeten Leseturm für die Nutzer einzurichten. Dazu wird das Dach über dem Atrium um ein Geschoß angehoben und die Decke zum Souterrain in Teilbereichen geöffnet. So entstehen auf drei Ebenen großzügige öffentlich zugängliche Bibliotheksflächen. Gleichzeitig wird das angehobene Dach als begehbares Dach ausgebildet und ermöglicht so den künftigen Mitarbeitern der Stadtbücherei die Nutzung als Dachterrasse. Die an dem Leseturm angeordnete Treppe verbindet alle öffentlichen Geschoße der Bücherei. Dabei entstehen Nischen zum Lesen und Arbeiten. Die zentrale Stadtbücherei wird bis zu 200 Leseplätzen anbieten können. Ein Schulungsraum, ein Lernstudio sowie die Erweiterung des Angebots für Jugendliche sind ebenfalls geplant.

Die zweite zentrale Baumaßnahme besteht in der Neugestaltung des Platzes vor dem Gebäude. Das Platzniveau wird angehoben und durch die Versetzung des Tugendbrunnens neu strukturiert. Die Erdgeschoßfassade zum Platz wird erneuert, und der Zugang zur Bücherei durch ein farbiges Vordach hervorgehoben. Im Erdgeschoß des Ostflügels ist ein Café vorgesehen, das zum Platz hin orientiert ist und Außensitzplätze anbietet. Um den Tugendbrunnen entstehen zusätzliche Sitzgelegenheiten.

Über die Zentralbibliothek der Stadtbücherei Frankfurt:
Die Zentralbibliothek der Stadtbücherei Frankfurt am Main beschäftigt 50 Mitarbeiter und führt über 280.000 Medien sowie mehr als 200 Zeitungs-/Zeitschriftenabonnements. Inklusive der internen Abteilungen der Stadtbibliothek werden 110 Mitarbeiter umziehen. Pro Öffnungstag werden durchschnittlich rund 2.500 Besucher registriert. Insgesamt ist die Stadtbücherei mit über 1,2 Millionen Besuchern im letzten Jahr eine der meistbesuchten Einrichtungen der öffentlichen Hand in Frankfurt. Zur Stadtbücherei gehören weiterhin die Zentrale Kinder- und Jugendbibliothek, 4 Bibliothekszentren, 13 Stadtteilbibliotheken, die Fahrbibliothek und über 60 Schulbibliotheken. Neben Büchern, Zeitschriften und Zeitungen werden unter anderem fremdsprachige Medien, Musik-CD, CD-ROM, Videos, DVDs, Noten sowie Hörbücher angeboten. Mit der Zentralbibliothek werden auch die Musikbibliothek, eine der ältesten Deutschlands (gegründet 1904) und die Mediothek im kommenden Jahr vom „Bieberhaus“ (Kaufhaus) an der Zeil in das neue Gebäude in der Hasenstrasse umziehen.

Über den Tugendbrunnen:
Der „Tugendbrunnen“ wurde 1453 erstmals unter dem damaligen Namen „Heilig-Geist-Brunnen“ erwähnt. Seinen heutigen Namen trägt der Brunnen seit der Neugestaltung mit der weiblichen Brunnenfigur im Jahr 1768. Diese barocke Frauengestalt soll die Tugend allegorisch verkörpern: In der rechten Hand hält sie einen Messstab, in der linken Hand ein Schwert mit einem Kugelgewicht und unter ihrem rechten Fuß befindet sich der Erdball. An seinem ursprünglichen Standort am früheren Heiliggeistspital wurde der Brunnen 1840 abgebaut, um in der Hasengasse wiedererrichtet zu werden. Im Jahr 1967 wurde die Restaurierung des Rokoko-Bauwerks durch den Frankfurter „Brunnendoktor“ Kramer im Auftrag der Frankfurter Stadtsparkasse abgeschlossen und durch den damaligen Oberbürgermeister der Stadt Brundert anlässlich des Weltspartags am 28. Oktober 1967 (Sparen ist eine Tugend) feierlich enthüllt.

Die DIC in Frankfurt:
Die DIC ist spezialisiert auf Erwerb, Gestaltung und Betrieb von Gewerbeimmobilien, verfügt über eine langjährige Projektentwicklungsexpertise und ist im gesamten Bundesgebiet tätig. In Frankfurt hat sie bereits in mehreren Fällen an der positiven Neugestaltung des Stadtbildes mitgewirkt. Die bekanntesten Projekte, an denen gerade gearbeitet wird, sind das Bienenkorbhaus und das Degussa-Areal, die beide im Eigentum der DIC sind.



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